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Get Psychopathologie von Leib und Raum: PDF

By Thomas Fuchs

ISBN-10: 3642524893

ISBN-13: 9783642524899

ISBN-10: 3642524907

ISBN-13: 9783642524905

Psychische Krankheit wird in dieser Arbeit als Störung einer Beziehung zwischen individual und Welt aufgefasst, die wesentlich durch den Leib und den Raum vermittelt ist. Diese Beziehung lässt sich phänomenologisch adäquater beschreiben, wenn der Erlebnisraum in verschiedene Modalitäten differenziert wird: in den Leibraum, den Richtungs-, den Stimmungs-, den personalen und den Lebensraum. Diese Anthropologie von Leib und Raum dient als foundation zum einen für eine phänomenologische Interpretation der Melancholie und der Schizophrenie, zum anderen für eine empirische Untersuchung zweier Patientengruppen mit paranoiden und depressiven Alterspsychosen. Die Arbeit schlägt somit einen Bogen von der anthropologischen Grundlegung über die spezielle Psychopathologie zur empirischen Anwendung in der biographisch-psychopathologischen Forschung.

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Psychische Krankheit wird in dieser Arbeit als Störung einer Beziehung zwischen individual und Welt aufgefasst, die wesentlich durch den Leib und den Raum vermittelt ist. Diese Beziehung lässt sich phänomenologisch adäquater beschreiben, wenn der Erlebnisraum in verschiedene Modalitäten differenziert wird: in den Leibraum, den Richtungs-, den Stimmungs-, den personalen und den Lebensraum.

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Der Körper hört an der Haut auf; die Leiblichkeit aber breitet sich "ekstatisch" mit den erlebten Richtungen in den Umraum aus. Im unreflektierten Lebensvollzug erftillen wir den ganzen Raum, und der Körper folgt, wie Merleau-Ponty es ausdrückt, nur den Bahnen und intentionalen Fäden, die den Leib immer schon mit der Welt verbinden. 33 Dieses ursprüngliche leibliche "Raum-Sein" wird nun in Situationen besonders deutlich, in denen die Strukturierung des Umraumes, wie sie besonders die optische Wahrnehmung vermittelt, vermindert oder aufgehoben ist.

Gesundheit ist das Schweigen des Leibes. Demgegenüber tritt in der Erfahrung des Krankseins eine Störung 'auf, die wir als Fremdwerden des Leibes und als Hervortreten des Körpers aus der Leiblichkeit begreifen können. Darauf weist schon die alltagssprachliche Artikulation von Kranksein hin, mit Wendungen wie: "es tut mir da weh", "es drückt", "es brennt", ich habe etwas "bekommen" (Flecken, Durchfall, Husten, Krämpfe), mir "fehlt" etwas, ich "kann etwas nicht mehr", usw. In diesen Äußerungen spiegelt sich das Erleben, dass etwas an meinem Leib sich störend bemerkbar macht, sich verselbständigt, in Spannung zu mir tritt oder mir verloren geht.

Nahrung und Exkremente erhalten dadurch einen ambivalenten Status: Als Fremdkörper innerhalb des Leibraums, als "innere Objekte" stehen sie zwischen "Mein" und "Nicht-Mein", zwischen "Leib" und "Nicht-Leib". In der oralen und analen Sphäre werden die leiblichen Grundgesten des Einverleibens, Ausstoßens, Sich-Öffnens und Sich-Verschließens, Behaltens und Beherrschens betätigt und eingeübt. Saugen, Sich-Füllen, Zu- und Zerbeißen, Festhalten, Ausspucken und Ausscheiden sind von Anfang an keine bloßen Körpervorgänge, sondern leibliche Gebärden, in denen Selbstbezüge ebenso wie Beziehungen zu anderen erfahren und erprobt werden.

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Psychopathologie von Leib und Raum: Phanomenologisch-empirische Untersuchungen zu depressiven und paranoiden Erkrankungen by Thomas Fuchs


by Kevin
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