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Entwicklungspolitik: Eine Einführung - download pdf or read online

By Dietrich Kebschull

ISBN-10: 3322855783

ISBN-13: 9783322855787

ISBN-10: 3531213032

ISBN-13: 9783531213033

1. Die wachsende Lucke "Die Armen werden immer armer, und die Reichen werden immer reicher!" Dieses Wort scheint heute - uber hundert Jahre nach Karl Marx - eine seltsame Bestatigung in dem Verhaltnis der Entwick lungslander zu den Industrielandern zu finden. Denn trotz intensi ver Anstrengungen auf beiden Seiten weitet sich die Kluft zwischen diesen Landergruppen immer mehr aus. Umfangreiche Massnahmen und Hilfsprogramme der Industrielander konnten die hochgespann ten Hoffnungen nicht erfullen. Das gilt insbesondere fur die Erfolge des von den Vereinten Nationen mit weltweiter Gultigkeit am 19. 12. 1961 verabschiedete "Erste Jahrzehnt der Entwicklungs hilfe. " Fur dieses Jahrzehnt hatte guy sich zwei konkrete Ziele gesetzt: erstens eine jahrliche Mindestwachstumsrate des Bruttosozialpro dukts in den Entwicklungslandern von five % bis zum Ende des J ahr zehnts und zweitens die Ubertragung von I % des Sozialprodukts der Industrielander an die Entwicklungslander zum Zwecke der Ent wicklungshilfe. Das waren Ziele, die in Anbetracht der wirtschaftli chen state of affairs in den meisten Entwicklungslandern als durchaus massvoll und bescheiden anzusehen gewesen sind. Aber trotz ihrer Realitatsnahe konnten sie nur teilweise erreicht werden. Die anfanglich quickly verwirklichten Zuwachsraten des Bruttoso zialprodukts wurden erst in den letzten Jahren erreicht, und die Hilfe der Industrielander wuchs nicht von einem Rinnsal zu dem er hofften stetigen und breiten Kapitalstrom an. Die Hilfeleistungen 1 der DAC-Staaten stiegen zwar von 1960 bis 1970 von 8,1 auf 15 Mrd. US-$ (netto), sanken aber, gemessen am Bruttosozialprodukt, von 0,89 auf 0,76

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Elektrische Beleuchtung trifft 56 man selten an: sie gehört in ländlichen Gebieten immer noch zu den großen Errungenschaften. So betrug der Energieverbrauch je Einwohner 1971 in Afrika 140 Steinkohleneinheiten (SKE), in Asien 256 SKE und in Lateinamerika 884 SKE. Für die BRD betrug die Vergleichszahl 5 223 SKE. Da private Unternehmer am Ausbau der Infrastruktur kaum Interesse finden, gehört dieser Bereich zu den Hauptaufgaben internationaler Entwicklungshilfe. Besondere Bedeutung verdienen in diesem Zusammenhang die Infrastrukturinvestitionen der Weltbank und der Internationalen Entwicklungsorganisation (IDA).

Doch diese Veränderung blieb bisher aus. h. ein Betrieb, dessen Produktion durch überwiegend handwerkliche Tätigkeit, geringen Maschineneinsatz und nur begrenzte Marktausrichtung gekennzeichnet ist. 39 Vorherrschende Form ist der Familienbetrieb mit geringer Produktivität oder eine manufaktur-ähnliche Organisationsform, in der fehlende Maschinen durch den Mehreinsatz von Arbeitskräften ausgeglichen werden. Sowohl die Familienbetriebe als auch die Manufakturen sind dabei ein Sammelbecken für die verdeckte Arbeitslosigkeit.

Prebisch vertreten wurde. Nach seiner Ansicht müßten die Entwicklungsländer um 20 Mrd. US-$ mehr aus Industrieländern importieren, als sie durch Einnahmen aus eigenen Exporten finanzieren können, wenn sie das Ziel der ersten Entwicklungsdekade (S % Steigerung des Sozialproduktes) erreichen wollen. 55 Gleichgültig, ob diese Zahlenangabe korrekt war oder nicht, zeigt sie doch das Problem: Die Handelsbilanzen der meisten Entwicklungsländer weisen ein hohes Defizit auf (Tab. 9). Sie dürfen jedoch nicht überschätzt werden.

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by Michael
4.2

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